Deckengemälde

An der Decke des Langhauses dürfte sich ursprünglich ein monumentales Fresko befunden haben, dem Kirchenpatrozinium nach wohl mit der Darstellung der Himmelfahrt Mariens. Es wurde im 19. Jh. ersetzt durch sparsame aufstuckierte Ornamente mit Gitter und Rankenwerk, in der Mitte mit dem Christusmonogramm IHS. Direkt vor dem Chorbogen erscheint an der Decke ein Medaillon mit den Herzen Mariens und Jesu.

Das große Deckengemälde im Chor wurde 1978 freigelegt und zeigt in einem unregelmäßigen Mehrpassrahmen die Geburt Mariens. Die Darstellung gehört zu einem Bilderzyklus von Johann Georg Bergmüller (Augsburg, 1688-1762). Ungewöhnlich ist das Erscheinen des Weingottes Bacchus rechts unten, mit seiner Krone aus Weinblättern und dem Rebenstab in der Hand. Es erklärt sich aus der mehrfach nachgewiesenen ikonographischen Kombination von Marienfesten mit den Darstellungen der Jahreszeiten.

Dem Fest „Mariä Geburt“ am 8. September (dieser Tag wird auch als der kleine Frauentag bezeichnet, während der 15. August als der große Frauentag gilt) entspricht dabei der durch Bacchus symbolisierte Herbst. In den Stichkappenfeldern und den schmalen Zwickeln dazwischen reihen sich um das Chorfresko kleine emblematische Darstellungen, die außer dem Auge Gottes über dem Hochaltar zehn marianische Symbole zeigen. Diese sind teils der Lauretanischen Litanei, teils dem Hohen Lied entnommen und durch Spruchbänder mit lateinischen Texten erläutert.